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© Thinkstock/Stadtratte

Zahlungsverzug von Geschäftspartnern treibt zwei Elektrotechniker in die Insolvenz

01.10.2019

Dieselben Gründe, dasselbe Ergebnis: Weil (Groß-)Auftraggeber nicht – oder nur sehr zögerlich – zahlten mussten zwei Elektrotechnikunternehmen in Klagenfurt und Wien Insolvenz anmelden.  

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In Klagenfurt hat‘s die Zweigniederlassung der Varna Business Service EOOD erwischt. Wie der AKV mitteilt wurde über das Vermögen der eigentlich bulgarischen Firma ein Konkursverfahren eröffnet. Die Klagenfurter Dependance (wo auch die  Hauptgeschäftstätigkeit des Unternehmens stattfindet) gibt’s seit dem Jahr 2017. Drei Dienstnehmer und rund 50 Gläubiger sind von der Pleite betroffen.

Die Verbindlichkeiten von Varna betragen 1,17 Mio. Euro. Als Ursachen der Insolvenz gibt die Schuldnerin an, dass sie für einen Großauftraggeber tätig war, der schlussendlich seinen Werklohn im Ausmaß von rund 1,32 Mio. Euro nicht bezahlte. Die Aktiva werden in der Höhe von 511.300 Euro angegeben, somit errechnet sich eine Überschuldung mit rund 663.460 Euro. Ob eine Weiterführung des Unternehmens angestrebt wird ist noch offen.

Ein ähnliches Schicksal wie Varna ereilte auch die AT - Elektrotechnik GmbH aus dem zweiten Wiener Gemeindebezirk. Auch hier wird das Abrutschen in die Insolvenz mit dem Zahlungsverzug eines Geschäftspartners und dem daraus resultierenden Liquiditätsengpass begründet. Nach eigenen Angaben wurden bereits Reorganisationsmaßnahmen gesetzt. Man will sich künftig auf eine überschaubare Anzahl an Auftraggebern konzentrieren und auch Personal wurde bereits abgebaut.

Von der Wiener Insolvenz sind 16 Gläubiger betroffen. Die Gesamtverbindlichkeiten wurden mit zumindest 186.800 Euro angegeben, wobei hier die offenen Dienstnehmerforderungen noch nicht berücksichtigt sind. Eine Unternehmensfortführung wird angestrebt.