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© tele.ring

Weg mit dem Speck: tele.ring hat ausgeläutet

04.02.2020

Der Mobilfunkdiskonter geht mit 23. März in der Marke Magenta auf. Für Bestandskunden ändert sich nichts, die Verträge, SIM-Karten und Rufnummern bleiben gleich.

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Magenta, die österreichische Mobilfunktochter der Deutschen Telekom, verspricht „preisbewusste“ Neukunden künftig mit dem Tarif „Hi!Magenta“ zu adressieren. „Im Hi!Magenta-Smartphone-Vertrag inkludiert sind zum Start 17 GB Datenvolumen - statt 8 GB - um monatlich 17 Euro, sowie bis zu 30 Mbit/s Download- und bis zu 5 Mbit/s Uploadgeschwindigkeit“, nennt Magenta ein Tarifbeispiel.

Im August 2005 – Magenta hieß damals noch T-Mobile – haben sich die Deutschen die kleinere tele.ring geschnappt. Chef von T-Mobile war damals Georg Pölzl, nunmehr seit 2009 Chef der teilstaatlichen Österreichischen Post. An der Spitze von tele.ring stand Michael Krammer, der mittlerweile mit H.O.T. den etablierten Betreibern weiterhin kräftig einheizt.

1,3 Mrd. Euro soll die Deutsche Telekom für tele.ring bezahlt haben, hieß es bei der Übernahme aus Branchenkreisen. Eigentümer von tele.ring war Western Wireless, welcher wiederum vom US-Telekomkonzern Alltel geschluckt wurde. „Das war damals sehr emotional, wir waren geschockt“, erinnerte sich Krammer einige Jahre später im Gespräch mit der APA. Insbesondere, dass tele.ring an einen heimischen Mitbewerber ging, sei tief gesessen.

Zuerst UPC, jetzt tele.ring

Im Mai des Vorjahres hat dann Magenta die Integration des ebenfalls übernommenen Kabelnetzanbieters UPC bekannt gegeben. Der Wiener Platzhirsch bei Kabelanschlüssen für TV und Internet wurde Ende 2017 von den Deutschen erworben. Die Umwandlung von T-Mobile und UPC in Magenta hat sich die Deutsche Telekom nach Eigenangaben knapp 20 Mio. Euro kosten lassen.

Der Kauf des Diskonters tele.ring durch T-Mobile war nicht die erste Marktbereinigung in Österreich. Im Februar 2012 war dann Orange (ehemals One) an der Reihe. Konzernmutter France Telecom brauchte Geld - und der chinesische Mischkonzern Hutchison mit seiner Österreich-Tochter 3 hatte es. Für 1,3 Mrd. Euro übernahm die Nummer 4 am Markt die Nummer 3.

Damals schien der Wunsch der Mobilfunkanbieter aufzugehen - die Tarife gingen nach oben. Selbst der Telekomregulator runzelte schon die Stirn, doch für eine Glättung sorgte nicht der Regulator selbst, sondern einmal mehr Michael Krammer. Mit seiner Firma Ventocom startete er zum Jahresbeginn 2015 beim Lebensmittelhändler Hofer den Diskont-Tarif „HoT“ - und hatte nach drei Monaten bereits über 150.000 Kunden die er auf mittlerweile rund 900.000 ausgebaut hat.

Autor: 
APA – Austria Presse Agentur / Redaktion