Direkt zum Inhalt
Die US-Regierung will in Zukunft erneuerbare Energien geringer fördern.
Die US-Regierung will in Zukunft erneuerbare Energien geringer fördern.
© iStock/tzahiV

USA: weniger Förderung für erneuerbare Energien

05.02.2018

Die US-Regierung will die staatliche Förderung der erneuerbaren Energien stark kürzen. Präsident Donald Trump will verstärkt auf fossile Energieträger setzen.

Anzeige

Laut „Washington Post“ will das Weiße Haus den Kongress bitten, die entsprechenden Mittel im kommenden Etat um 72 Prozent zu kürzen, hieß es unter Berufung auf einen diesbezüglichen Entwurf der Regierung für die Haushaltsverhandlungen.

Ein Mitarbeiter der Behörde für Energieeffizienz und Erneuerbare Energien, die sich für das Energieministerium derzeit um die Förderungen kümmert, sagte der Zeitung, man habe die Regierung offenbar nicht von ihrem Nutzen überzeugen können. „Wenn überhaupt, ist unser Wert anhand dieser Zahlen noch weiter gefallen“, sagte der Mitarbeiter. Die Behörde hat dem Bericht zufolge derzeit 2,04 Milliarden Dollar (1,64 Milliarden Euro) zur Verfügung. Die vom Weißen Haus verlangte Kürzung würde die Mittel auf 575,5 Millionen Dollar schrumpfen.

Trump will Kohle

Die Entscheidung werde der Kongress fällen, doch zeige der Entwurf, wo die Prioritäten der Regierung von US-Präsident Donald Trump lägen, schrieb die „Washington Post“. Trumps Regierung setzt einen Schwerpunkt auf die Förderung fossiler Energieträger, insbesondere Kohle. Trumps erklärtes Ziel ist es, der heimischen Kohlebranche zu einem neuen Aufschwung zu verhelfen. Der Energieminister und Klimaskeptiker Rick Perry hatte im vergangenen Jahr staatliche Subventionen für die Kohle- und die Atomenergiebranche vorgeschlagen. Die zuständige Aufsichtsbehörde FERC hatte den Vorschlag jedoch abgelehnt. Die Forderungen seien „weder gerechtfertigt noch angemessen“.

Erst in der vergangenen Woche hat die US-Regierung hohe Einfuhrzölle auf importierte Solarmodule verhängt. Die Branche reagierte entsetzt und warnte vor dem Abbau tausender Arbeitsplätze.

Autor: 
APA – Austria Presse Agentur / Redaktion