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© MediaMarktSaturn

Tauwetter im August: MediaSaturn-Eigentümer nun auf Kuschelkurs

26.08.2019

Die seit Jahren zerstrittenen MediaMarktSaturn-Eigner gehen weiter aufeinander zu. Alle die MediaMarktSaturn-Holding betreffenden Gerichtsverfahren seien ruhend gestellt worden.

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Das behauptet jedenfalls ein Insider aus dem Umfeld der Investmentgesellschaft Convergenta, hinter der die Media-Saturn-Gründerfamilie Kellerhals steckt. Zudem tauschten sich Convergenta und der Handelskonzern Ceconomy als Hauptaktionär nun in strategischen Fragen aus.

Convergenta ist mit rund 21 Prozent an der Elektronikhandelskette beteiligt. Die übrigen Anteile gehören Ceconomy. Die Düsseldorfer Holding ist aus dem Metro-Konzern hervorgegangen, der sich 2017 verabschiedet hatte. In der Vergangenheit hatte es immer wieder heftigen Streit zwischen der Gründerfamilie und dem Mehrheitseigner gegeben.

Vor allem dem Metro-Management waren die umfassenden Veto-Rechte der Familie Kellerhals ein Dorn im Auge. Zahlreiche gerichtliche Auseinandersetzungen waren die Folge – aber auch um strategische Fragen, Bilanzen und Personalien hatte es immer wieder heftigen Streit gegeben. Analysten hatten kritisiert, die Zwistigkeiten bremsten die Entwicklung des Elektrohändlers.

Im vergangenen März hatte mit Jörn Werner ein neuer Chef ohne Metro-Hintergrund das Ruder bei Ceconomy übernommen. Das Klima zwischen beiden Seiten habe sich seitdem merklich verbessert, sagten mehrere Insider. Ralph Becker, Geschäftsführer der Convergenta, hatte erst im Juni erklärt, beide Seiten agierten nun „auf Augenhöhe“.

Eine Ceconomy-Sprecherin wollte sich nicht zu den Aussagen des Insiders äußern, verwies aber auf frühere Erklärungen Werners. Er führe sehr konstruktive Gespräche mit Vertretern der Familie Kellerhals, hatte dieser jüngst bei der Vorlage der Quartalszahlen gesagt: „Schritt für Schritt versuchen wir, Probleme der Vergangenheit zu lösen und so diese Vergangenheit hinter uns zu lassen.“

Autor: 
APA – Austria Presse Agentur / Redaktion