Direkt zum Inhalt
Tausende Kunden strömen tagtäglich durch die Gänge der Best Buy-Filialen - in welche Gefahr sie sich damit begeben, davon ahnen sie (noch) nichts
© Best Buy

Smart-TV, Porno & verstörte Kunden: das Grauen lauerte im US-Elektromarkt

24.02.2012

Dagegen war das berüchtigte „Nipplegate“ ein harmloser Kindergeburtstag. Scherzbolde haben sich ins Netz einer Filiale des US-Elektrohändlers Best Buy gehackt und aussagekräftige Bilder eines kopulierenden Paares auf die Ausstellungsstücke gestreamt. Seitdem ist im idyllischen Greenville (South Carolina) nichts mehr so, wie es einmal war. Regionalsender berichten ausführlich über den Skandal und Cnet-Blogger Chris Matyszczyk rät bereits höhnisch, die TV-Abteilungen von Best Buy künftig nur noch ohne Kinder aufzusuchen.

Anzeige

Die Rache der Smart-TVs kann furchtbar sein – vor allem für Elektromärkte, die ihr hauseigenes WLAN-Netz nicht absichern. Angesichts des auf mehreren 55 Zoll großen Smart-TVs angezeigten Porno-Bildes ist’s nur ein schwacher Trost, dass damit wenigstens der Beweis erbracht wurde, dass Smart-TV wirklich funktioniert. Das Bild sei nämlich „extrem, extrem pornografisch“ gewesen berichtet die emotional aufgelöste Best Buy-Kundin Gloria Berg dem regionalen TV-Sender WSPA/Channel 7. Sie, die bislang noch nie mit Pornografie in Kontakt gekommen sei, wisse ja nicht einmal „ob diese drastischen Worte überhaupt ausreichen“, das schreckliche Erlebnis angemessen zu beschreiben. Und ja, sie fühle sich dadurch „zutiefst verletzt“. Über mehrere Minuten hätte sie – mit ihrem erwachsenen Sohn und dessen Kindern – diesen Anblick ertragen müssen. Bis ein Best Buy-Manager dem bösen Bilder-Spuk ein Ende setzte.

Aber da war es ohnehin schon zu spät. „Zahlreiche schockierte Familien“ hatten das anstößige Bild bereits gesehen, und die Aufregung dementsprechend groß, berichtet Channel 7. Was ja insofern nicht verwundert, so ätzt ein Blogger in seinem Kommentar, da „es in Greenville schon als Pornografie gilt, wenn man keine Socken anhat“.

Wie auch immer: natürlich bat der TV-Sender Best Buy um eine Stellungnahme zum Vorfall und brachte dadurch ungeheuerliches ans Tageslicht. Offenbar war dies nämlich nicht der erste „Smart TV-Unfall“ dieser Art, da man sich (vorsorglich?) gleich auch für einen Vorfall am Abend davor entschuldigte. Man arbeite außerdem daran, sicherzustellen, dass dies nie wieder vorkommt. Inzwischen hat die örtliche Polizei (Frau Berg hat nämlich Anzeige erstattet) ihre Untersuchungen aufgenommen und versucht nun, die Schwerverbrecher zu identifizieren und ihrer gerechten Strafe zuzuführen. Ein Problem hat die Staatsmacht bis dahin aber noch: sie würden sich gern ein Bild vom bösen Bild machen, wissen aber noch nicht, ob Best Buy es gespeichert hat ...

Autor: 
Redaktion Elektrojournal
Weitere Artikel