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PVA-Präsident Hans Kronberger: „[…] sollte keine Bewegung in die Verhandlungen kommen, wird man öffentlich über die verschiedenen Positionen diskutieren müssen. Immerhin geht es auch um nicht unwesentlich viele Arbeitsplätze.“
PVA-Präsident Hans Kronberger: „[…] sollte keine Bewegung in die Verhandlungen kommen, wird man öffentlich über die verschiedenen Positionen diskutieren müssen. Immerhin geht es auch um nicht unwesentlich viele Arbeitsplätze.“
© Bundesverband Photovoltaic Austria

PV Austria drängt auf umfassende Ökostromnovelle

18.04.2017

Photovoltaic Austria strebt Fördermöglichkeiten für Gemeinschaftsanlagen in Gebäuden an – zudem wird die Empfehlung ausgesprochen, Förderungen rechtzeitig abzuholen: andernfalls drohen Engpässe bei Modulen und Wechselrichtern.

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Während der internationale Photovoltaik-Boom anhält – in China, in Japan und selbst in den USA –, wird hierzulande gerade um die sogenannte kleine Ökostromnovelle gerungen, die einige der Hemmschuhe beim PV-Ausbau beseitigen soll.

Diese drei Punkte fordert Photovoltaic Austria (PVA) in einer aktuellen Presseaussendung:

+ Gemeinschaftsanlagen in Gebäuden mit mehreren Nutzern sollen im Rahmen der Novelle des Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetzes (ElWOG-Novelle) ermöglicht werden.

+ Der inzwischen immer interessanter werdende Eigenverbrauch soll beim Fördervolumen berücksichtigt werden. Derzeit gehen durch die Regelung, dass die installierte Leistung als Bewertungsgrundlage genommen wird und nicht die gelieferte Strommenge, pro Jahr mindestens zwei Millionen Euro vom gesetzlichen Fördervolumen für den Photovoltaik-Ausbau verloren, so PV Austria.

+ Und schließlich geht es um den gesicherten Anteil der Förderung für Bürgeranlagen: auch kleine Anleger, die über keine eigenen Flächen verfügen, sollen an der Energiewende teilnehmen können.

Der Bundesverband Photovoltaic Austria drängt auf eine baldige Lösung der drei „bereits lang bekannten“ Punkte. Und weiter heißt es vonseiten der PVA: „Die Verhandlungen gehen leider schleppend voran.“

Dazu PVA-Präsident Hans Kronberger: „Die Bremser und Verhinderer sind bekannt und sollte keine Bewegung in die Verhandlungen kommen, wird man öffentlich über die verschiedenen Positionen diskutieren müssen. Immerhin geht es auch um nicht unwesentlich viele Arbeitsplätze.“

Die österreichischen Photovoltaikerrichter plagt zu allem Überfluss derzeit noch ein anderes Problem: Es gibt wieder einmal Engpässe bei der Lieferung von Modulen und sogar bei Wechselrichtern.

Falls sich die Situation verschärft, so die PVA, kann es zu längeren Lieferzeiten und sogar zu Preisanstiegen kommen. Die PVA empfiehlt daher bei Anlagen, die eine Förderung aus dem Topf des Klima- und Energiefonds nutzen möchten, sich zeitnah Module und Wechselrichter zu sichern.

Autor: 
Redaktion Elektrojournal