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Frisch gekampelt: Im Media Markt Dietlikon kann mich sich jetzt fesch machen lassen.
Frisch gekampelt: Im Media Markt Dietlikon kann mich sich jetzt fesch machen lassen.
© MediaMarkt.ch/Youtubechannel/Screenshot

Party gegen die Krise: Media Markt wird zum Event-Tempel

27.09.2018

Media-Saturn-Mutter Ceconomy wies zuletzt enttäuschende Zahlen aus. Die alten Flächenstrategien müssen überdacht werden. Ein neues Konzept soll es nun richten und mehr Kunden auf die Fläche locken. Die Testphase lief bereits an. Es geht dabei nicht ums Verkaufen, sondern ums "emotionale Erlebnis".

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Die Media-Saturn-Mutter Ceconomy musste zuletzt Federn lassen. Und in der Schweiz dürfte es Media Markt derzeit besonders schwer haben. Zumindest legen dies die von der schweizerischen Handelszeitung berechneten Zahlen nahe. Die Wirtschaftsplattform beruft sich dabei auf Zahlen des Statistikportals Statista. Diese besagen, dass der Media-Markt-Umsatz in den letzten fünf Jahren um ein sattes Drittel auf 635 Millionen Franken (560 Mio. Euro) absackte.

Also wird nun ein neues Konzept ausgetestet, das mehr Kunden auf die Großfläche locken soll. Konkret wurde der Media Markt in der schweizerischen Gemeinde Dietlikon zu einem Event-Palast umgebaut. "Dort geht es uns nicht ums Verkaufen, sondern darum, den Besuch bei uns zu einem emotionalen Erlebnis zu machen", wird Marco Frischknecht, Geschäftsführer von Media Markt in Dietlikon, auf der Plattform cetoday.ch zitiert. Die Verantwortlichen statteten den Markt mit einem DJ Pult, einem E-Sports-Bereich, einer Live-Küche, einer Barrista-Lounge, einem Beautysalon, einer Kinderecke, einem Wellnessbereich und einer Gaming-Zonen aus. Zudem will Frischknecht in seinem Markt Kochkurse und noch mehr anbieten. Sinn und Zweck ist es natürlich, mehr Kunden in den Markt zu bringen und die Verweildauer zu erhöhen.

Insgesamt gibt es neun verschiedene Erlebnis-Inseln, die möglichst alle kaufkräftigen Zielgruppen ansprechen sollen. Sechs Monate wird das Projekt jetzt einmal laufen, dann wird die erste Abrechnung gemacht. Elektrojournal Online berichtete übrigens bereits im April von diesen Plänen.

Autor: 
Alexander Zechmeister