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Gibt's ohne Account auch bald keinen Sound mehr?
Gibt's ohne Account auch bald keinen Sound mehr?
© Sonos

Ohne Account keinen Sound: Sonos verärgert seine Nutzer

18.07.2018

Den heimischen Fachhandel hat man schon vergrault, jetzt sind offenbar die Kunden dran. Die Sonos-App kann künftig nur dann richtig genutzt werden, wenn’s auch ein Benutzerkonto gibt.

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Verärgerte Reaktionen hat das jüngste App-Update bei den Sonos-Nutzern hervorgerufen. Diese fordert nun nämlich die Einrichtung eines personalisierten Benutzerkontos, um die App überhaupt weiter nutzen zu können. Bislang war ein Benutzerkonto nur dann nötig, wenn mit dem Sonos-System bestimmte Cloud-Dienste verknüpft werden sollten. Einfache Aktionen, wie etwa das Ändern des Setups oder das Hinzufügen neuer Lautsprecher, waren auch ohne Konto möglich.

Datensammler: Auf den Spuren von Facebook

Jetzt scheint es aber so, dass Sonos einen generellen Account-Zwang einführt – sowohl die iOS, wie auch die Android-App verlange danach, schreibt etwa heise.de. Der Hersteller verteidigt sich damit, dass man nur die Sicherheit des Nutzers im Auge habe. Es handle sich lediglich um eine „sinnvolle Vorsichtsmaßnahme“, heißt es seitens des Sonos-Supports.

Als eine Art „Vorsichtsmaßnahme“ dürfte man dann wohl auch die Datenschutzerklärung von Sonos verstehen, die im Vorjahr veröffentlicht wurde. Getreu dieser sammelt der Hersteller nämlich erheblich mehr Daten, als gemeinhin vermutet. Nebst allgemeiner Angaben wie E-Mail-Adresse, Standort (IP-Adresse), Spracheinstellungen, Seriennummern, Betriebssysteme oder Software-Versionen werden auch Tonquellen, Signaltypen, Raumkonfiguration, Audioeinstellungen, Ausrichtung der Lautsprecher und auch die Verwendung von verknüpften Streaming-Diensten ausgewertet.