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Das GS185 wird als erstes Smartphone in Deutschland montiert werden, bei der Herstellung setzt man intensiv auf Fertigungsroboter
Das GS185 wird als erstes Smartphone in Deutschland montiert werden, bei der Herstellung setzt man intensiv auf Fertigungsroboter
© Gigaset

„Made in Bocholt“: In Deutschland werden wieder Smartphones gebaut

30.05.2018

Zehn Jahre nach der Einstellung der Nokia-Handyproduktion in Bochum werden wieder Mobiltelefone in Deutschland produziert. Nämlich von der ehemaligen Siemens-Tochter Gigaset, die nun in Bocholt ein neues Smartphone-Modell herstellen will.

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Die Produktion in Deutschland sei ungefähr so teuer wie in Asien, weil in dem Werk in Bocholt intensiv mit Fertigungsrobotern gearbeitet werde. Dadurch sei auch die Fehler- und Ausschussquote niedriger als bei einer weitgehend manuellen Produktion in Asien, so Andreas Merker, Leiter Mobile Devices bei Gigaset.

Bauteile aus Asien

Die elektronischen Bauteile jedoch kommen von Zulieferbetrieben aus Asien. In Deutschland werden Verpackungen und die gedruckten Anleitungen hergestellt. In Bocholt werden die Geräte nicht nur montiert, sondern auch entworfen und an spezielle Anforderungen von Netzbetreibern und Großkunden angepasst. Daher finde rund 60 Prozent der Wertschöpfung in Deutschland statt, rund 40 Prozent stamme von den Zulieferern aus Asien, sagte Merker.

Hergestellt werden können maximal 6.000 Geräte in der Woche. Bei einem Markterfolg werde Gigaset weitere Fertigungslinien in Bocholt in Betrieb nehmen. Bei dem in Deutschland produzierten Gerät handelt es sich um das Android-Smartphone GS185, das für 179 Euro auf den Markt kommen soll. Das GS185 ist eines von drei Einsteiger-Modellen, die Gigaset präsentierte. Es verfügt über einen 4.000 mAh starken Akku und ein 5,5 Zoll-IPS-Display im 18:9 Format mit einer Auflösung von 1440x720 Pixeln. Im Inneren werkt ein Qualcomm Quad-Core Snapdragon425, zudem gibt es 2 GB RAM, und 16 GB internen Speicher, der erweitert werden kann.

Die anderen Modelle, das GS100 und das GS180, die 119 Euro bzw. 149 Euro kosten, werden weiterhin in Asien montiert.

Autor: 
APA – Austria Presse Agentur / Redaktion