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© Pixabay/Maret Hosemann

Handelsöffnung am Dienstag: Die Verordnung ist da

10.04.2020

In der Nacht auf Freitag hat Gesundheitsminister Rudolf Anschober die erwartete Verordnung zum langsamen Hochfahren des Handels kundgemacht. Damit steht jetzt auch fest, welche Voraussetzungen zu erfüllen sind.

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Ab 14. April dürfen Baumärkte, Pfandleihen, Edelmetallhandel und sonstige Geschäfte mit maximal 400 qm wieder aufsperren. Die Öffnungszeit bleibt (für alle) mit 7.40 bis 19.00 Uhr beschränkt, Einkaufszentren bleiben zu.

Ebenfalls nicht zulässig ist die nachträgliche Verkleinerung von Läden, um aufsperren zu können: „Veränderungen der Größe des Kundenbereichs“ nach dem 7. April (die Verordnung datiert vom 9. April) „haben bei der Ermittlung der Größe des Kundenbereichs außer Betracht zu bleiben“, heißt es. Als „sonstige Betriebsstätten des Handels“ (die nun bis 400 m2 wieder öffnen dürfen) gelten alle Betriebstätten, die dem Verkauf, der Herstellung, der Reparatur oder der Bearbeitung von Waren dienen.

Für alle geöffneten Handels-Betriebsstätten schreibt die Verordnung explizit Schutzmaßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus vor. Im Großen und Ganzen decken sich diese mit jener Liste, die Elektrojournal Online bereits am 8. April veröffentlicht hat. Mitarbeiter im Kundenkontakt und Kunden müssen beispielsweise einen Mund-Nasen-Schutz tragen; ausgenommen nur Kinder bis zum 6. Lebensjahr. Und sie müssen zumindest den Ein-Meter-Abstand einhalten. Desinfektionsmittel ist laut Verordnung nicht vorgesehen, kann bei Vorhandensein aber sicher nicht schaden Das Unternehmen muss außerdem sicherstellen, dass nur so viele Kunden im Laden sind, dass jedem von ihnen 20 qm der Gesamtverkaufsfläche zur Verfügung stehen. Und: „Ist der Kundenbereich kleiner als 20 qm, so darf jeweils nur ein Kunde die Betriebsstätte betreten.“

Die Verordnung gilt – vorerst – bis zum 30. April.

Autor: 
APA – Austria Presse Agentur / Redaktion