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gfu-Befragung: Positive Konsumbereitschaft, Diskrepanz bei TVs

20.06.2018

Erste Teilergebnisse einer repräsentativen Studie im Auftrag der gfu zeigen: Viele Konsumenten wollen mehr für Consumer Electronics, Küche, Auto und Reisen ausgeben. Interessant ist die Diskrepanz bei den Fernsehgeräten: Konsumenten geben hier an, mehr ausgeben zu wollen, als sie es dann tatsächlich tun.

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So liegt der Durchschnittspreis aller verkauften TV-Geräte aktuell bei 635 Euro. (Quelle: HEMIX Q1/18). Die im Rahmen der gfu Studie Befragten sind aber bereit, im Durchschnitt rund 850 Euro für das nächste Fernsehgerät auszugeben. 40 Prozent planen sogar Ausgaben von mehr als 1.000 Euro und 17 Prozent wollen über 1.500 Euro investieren. Interessant ist der Anschaffungsgrund: Weihnachten und Sportereignisse sind beliebte Anlässe für einen Neukauf. Für TV-Geräte gaben fünf Prozent der Befragten an, zur Fußball-WM ein neues Fernsehgerät kaufen zu wollen.

Mehr für TV, Küche und HiFi

Befragt wurden für die Studie zwar deutsche Haushalte, die Ergebnisse dürften jedoch in Österreich ähnlich sein. Eine Frage lautete: „Für welche der folgenden Bereiche planen Sie in den nächsten ein bis zwei Jahren mehr Geld auszugeben?“ Knapp elf Prozent der Befragten wollen demnach für ihr TV-Gerät oder Heimkino im gefragten Zeitraum die Ausgaben erhöhen. Für mehr als elf Prozent sind die Küche und Koch-Equipment zukünftig größere Investitionen wert.

Für die HiFi- oder Surround-Anlage wollen in den nächsten ein bis zwei Jahren knapp sieben Prozent mehr Geld ausgeben. Spitzenreiter bei den geplanten Mehrausgaben sind das Auto und Reisen: Knapp 13 Prozent der Befragten gaben an, für das Auto tiefer in die Tasche greifen zu wollen. Mit großem Abstand kamen die Reiseaktivitäten auf Platz 1. So planen laut der gfu Studie 22 Prozent der Teilnehmer, für Reisen mehr zukünftig mehr Geld auszugeben.

„Trotz einer insgesamt positiven Konsumneigung, sollten sich Handel und Industrie Gedanken machen, wie beim Konsumenten die Bereitschaft für künftige Ausgaben ähnlich hohe Werte wie für Reisen erreichen kann“, so Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu. „Zudem bietet der Markt, wie unsere Studie zeigt, mehr Möglichkeiten. Industrie und Handel gelingt es offenbar nicht, die Ausgabebereitschaft in vollem Umfang abzurufen. Die aktuell laufende Fußball-Weltmeisterschaft einerseits und die innovativen, faszinierenden technischen Möglichkeiten sowie die daraus resultierenden Mehrwerte andererseits sind eine Steilvorlage, dies zu ändern.“