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ElectronicPartner-Chef Hofer: „Es war ein sehr emotionaler Moment für mich“

19.03.2020

Noch am Donnerstag wurden beim Workshop im EP:-Kochstudio Pizzen gebacken, am Montag musste ElectronicPartner-Chef Michael Hofer die Zentrale in Wiener Neudorf bis auf weiteres zusperren. Das ändert freilich nichts an der Mitglieder-Unterstützung seitens der Verbundgruppe, denn die ist jetzt nötiger und gefragter denn je.

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„Dass es soweit kommen würde hätte ich mir vor einigen Wochen nicht gedacht. Wir haben am Montag nur noch die wichtigsten Unterlagen sowie das IT-Equipment abgeholt. Danach habe ich die Zentrale zum ersten Mal zugesperrt, ohne zu wissen, wann ich sie wieder aufsperre. Das war schon ein sehr emotionaler Moment für mich.“ So wie Michael Hofer geht’s derzeit wahrscheinlich vielen in Österreich – niemand weiß, wann so etwas wie Normalität in unser Leben zurückkehrt.

„Es ist eine noch nie dagewesene Situation die uns vor enorme Herausforderungen stellt“, so Hofer zu Elektrojournal Online. „Aufgrund der Geschäftsschließungen für den Elektrohandel ist natürlich mit großen Umsatzeinbußen in den nächsten Wochen zu rechnen. Aber wir werden auch diese Herausforderung meistern und mit Bedacht, Zuversicht und klarem Kopf gut durch die Krise kommen. Wir als ElectronicPartner werden jedenfalls alles uns Mögliche tun, um unsere Mitglieder dabei zu unterstützen. Sie können sich auf umsichtige und verantwortungsvolle Lösungen seitens ElectronicPartner verlassen“, macht der ElectronicPartner-Chef Mut.

Zentrale ist weiter erreichbar

Obwohl physisch geschlossen wird der Geschäftsbetrieb derzeit über Home Office abgewickelt. Aus jeder Abteilung sind Notfallteams im Einsatz und die Regionalleiter stehen den Mitgliedern ebenfalls mit Rat und Tat zur Seite – ebenfalls im Home Office. Diese Maßnahmen sind für den Zeitraum der offiziellen Geschäftsschließungen angedacht.

Entwarnung kann Hofer auch in Sachen Warenverfügbarkeit geben: „Nach Rücksprache mit zahlreichen Lieferanten sind grobe Lieferengpässe nicht zu erwarten. Bei einzelnen Produkten kann es allerdings zu Verknappungen kommen. Hier sollte man sich gezielt bevorraten“, rät Hofer. Interessantes – wenn auch wenig überraschendes – Detail am Rande: In der vergangenen Woche wurden laut Hofer vor allem Gefrierschränke und IT-Produkte sehr stark nachgefragt. „Aber das ist bzw. war halt leider nur ein kurzer Peak.“

Ebenso, wie mit der Warenverfügbarkeit, sollte es auch mit der Lieferung klappen – sofern die Regierung nicht weitere Restriktionen erlässt. Derzeit ist die Belieferung über die ElectronicPartner-Logistik durch Panalpine/DSV jedenfalls sichergestellt.

Online-Werbung wird verstärkt

Ein bisschen Pech hat die grüne Koop mit der geplanten Osterwerbung für die Marken EP: und SP:. Beide Flyer wurden bereits gedruckt „und wir werden diese auch verteilen“. Der positive Aspekt an der Geschichte: die Menschen haben derzeit viel Zeit zum Lesen und die EP: Online-Shops funktionieren ja auch problemlos. Der noch nicht gedruckte IT-Flyer wird allerdings verschoben. „Zudem werden wir unsere Aktivitäten in Sachen Online-Werbung in den nächsten Tagen verstärken“, so Hofer. 

Hilfe & Infos für Mitglieder

Für die Mitglieder hat man im Infonet eine eigene Rubrik „Corona“ eingerichtet. Dort sind grundsätzliche Informationen zur aktuellen Situation zu finden. „Wir sind ständig mit Behörden in Kontakt und werden auch im Notbetrieb unser Bestes geben unsere Mitglieder zu unterstützen, um den Schaden für alle Betroffenen so gering wie möglich zu halten“, verspricht Hofer.

Zu den Unterstützungsmaßnahmen zählen etwa Erleichterungen bei der Finanzierung und der Aufrechterhaltung der Liquidität: beispielsweise eine individuell abgestimmte Verlängerung der Zahlungsziele – nicht nur für neue, sondern auch für bereits erfolgte Bestellungen. Am besten sei es, so Hofer, sich vertrauensvoll an die Zentrale zu wenden. „Auch habe ich schon mit unseren Lieferanten gesprochen und hier sehr positive Signale erhalten, dass man uns nicht im Regen stehenlassen wird.