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© Pixabay/Pete Linforth

Bundesgremialobmann Krejcik: „Situation ist derzeit beispiellos“

13.03.2020

Kurz nach Bekanntwerden der Geschäftsschließungen kommende Woche hat sich auch Bundesgremialobmann Wolfgang Krejcik an seine Mitglieder gewandt. Er spricht von einer beispiellosen Situation und will für Hilfestellungen kämpfen.

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Gleichzeitig weist Krejcik darauf hin, dass das Geschäftslokal natürlich zu schließen sei, das Unternehmen im Hintergrund aber weiterlaufen könne. So könnten beispielsweise Lieferungen durchgeführt und Bestellungen via Internet angenommen werden.

Das Krejcik-Schreiben im Original-Wortlaut

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie befürchtet hat Bundeskanzler Sebastian Kurz heute um 14 Uhr bekanntgegeben, dass ab Montag, den 16.03.2020 alle Geschäfte in Österreich mit wenigen Ausnahmen (z.B. Lebensmittelgeschäfte, Tankstellen, Apotheken, etc.) geschlossen halten müssen.

Geschäfte unserer Branche müssen daher geschlossen bleiben.

Es liegt noch kein Verordnungstext vor, jedoch werden wir die von der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen erfüllen müssen.

Wir verstehen dies jedoch so, dass wohl Geschäftslokale zu schließen sind, das Unternehmen und der Betrieb weiterlaufen kann. Zum Beispiel werden telefonische Anfragen von Konsumenten, Bestellungen via Internet und natürlich auch Lieferungen an Kunden auch weiterhin durchzuführen sein, denn eine defekte Waschmaschine kann auch für eine Familie zu einer Katastrophe führen.

Sollte sich eine Änderung ergeben, werden wir Sie sofort informieren.

Inwiefern diese strengen Maßnahmen notwendig sind, wird von uns nicht bezweifelt. Wir müssen jedoch darauf hinweisen, dass diese Maßnahmen noch einige Wochen dauern können - hoffentlich nicht Monate.

Rückfragen bei unseren Lieferanten haben ergeben, dass die Warenversorgung durch unsere Lieferanten auch in diesem Zeitraum relativ gesichert ist.

Die Situation ist derzeit beispiellos. Hilfestellungen für unsere Betriebe wie z. B. Kurzarbeit, Stundung von Steuerschulden, etc. werden von uns vehement eingefordert. Zu diesem Zeitpunkt können wir jedoch verständlicherweise noch nichts Konkretes mitteilen. Gehen Sie aber davon aus, dass wir diesbezüglich mit vollster Kraft alle nur denkbaren Möglichkeiten prüfen und einfordern wollen.