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© Screenshot/Amazon.se© Screenshot/Twitter

Amazon verpatzt Markteintritt: Schweden ist Argentinien und der Hahn ein männliches Genital

29.10.2020

Auch Multi-Milliarden-Dollar-Unternehmen sind nicht vor peinlichen Fehlern gefeit und können dabei ganz tief in die sprichwörtliche Klomuschel greifen. So hat jetzt etwa Amazon seinen Markteintritt in Schweden kräftig verhaut. Und wer den Schaden hat, braucht für den Spott …  

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Erst am Mittwoch ist US-Onlineriese Amazon mit einer eigenen schwedischen Webseite online gegangen – und hat sich dabei so unprofessionell angestellt, dass man eigentlich nur noch den Kopf schütteln kann. Normalerweise sollte man ja davon ausgehen können, dass sich ein Unternehmen wie Amazon gute (muttersprachliche) Übersetzer, Texteschreiber und Korrekturleser leisten kann. Schwedisch scheint aber trotzdem nicht unbedingt deren Stärke zu sein. Von Anfang punktete www.amazon.se nämlich vor allem mit Übersetzungs- und Rechtschreibfehlern, über die sich die Nutzer nun ausführlich lustig machen.

Die Liste der Pannen ist jedenfalls lang. So wurde auf der Webseite zwischenzeitlich eine argentinische, statt der schwedischen Flagge angezeigt. Ein Nutzer beschwerte sich außerdem drüber, dass statt des korrekten schwedischen Wortes für Hahn, Amazon einen Begriff verwendete, der im Schwedischen als Bezeichnung für männliche Genitalien verwendet wird.

Befeuert wurde der Spott vom Konkurrenten Pricerunner, einer schwedischen Shoppingseite. Gegenüber dem Internetportal Breakit bezeichnete Pricerunner-Chef Nicklas Storakers Amazons Markteintritt als komplett „vermurkst“. Zudem war er ziemlich verwundert, wieso Amazon auf die üblichen Eröffnungsschnäppchen verzichtete.

Auf die Fehler angesprochen reagierte der Konzern fast schon wieder hochprofessionell indem er mit einer inhaltslosen PR-Floskel antwortete. Man danke allen, „die auf diese Probleme aufmerksam gemacht haben und uns helfen, Amazon.se zu verbessern", so eine Firmensprecherin.