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© Pixabay/Pete Linforth

Ab sofort zu beantragen: Fixkostenzuschuss II gestartet

23.11.2020

Die Bundesregierung hat heute neue Maßnahmen zur Eindämmung der Auswirkungen der Corona-krise bekanntgegeben. Ab heute Nachmittag können etwa auch Händler, die vom harten Lockdown direkt betroffen sind, den Umsatzersatz und den Fixkostenzuschuss 2 bis 800.000 Euro beantragen.

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Geliefert wurden die ersten Details von Vizekanzler Kogler, Finanzminister Blümel und Vertretern der COFAG im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz. Während andere Branchen, die aufgrund des Lockdown ihren Betrieb vorübergehend schließen mussten, mit 80 Prozent Umsatzersatz entschädigt werden – egal ob Gastronomie, Hotellerie, Friseure oder sogar Glücksspielkonzerne – wird der Handel mit einer Staffelung zwischen 20 und 60 Prozent entschädigt. Der Handelsverband hatte im Vorfeld ebenso einen Umsatzersatz von bis zu 80 Prozent gefordert, da manche Geschäftsmodelle im Handel härter unter dem Lockdown leiden, als die genannten Branchen.

Mode- und Schuhhandel in höhere Stufe gerückt

Für die Berechnung sollen drei Kriterien herangezogen werden: der Rohertrag, mögliche Aufholeffekte, sowie die Verderblichkeit der Ware. Der Modehandel (Bekleidung/Schuhe) soll ebenso wie z.B. Blumengeschäfte 60 Prozent erhalten, der Handel mit Baubedarf bis zu 40 Prozent, der Fahrzeughandel 20 Prozent. Welche Handelsbranchen in welche Stufe fallen, ist nach der Pressekonferenz für die übrigen Handelsunternehmen noch unklar. Eine Liste soll laut BMF in Kürze zur Verfügung stehen. „Wir hoffen, dass unsere Forderung möglichst viele Branchen in höhere Stufen zu bringen, geglückt ist. Dies ist beim Mode- und Schuhhandel der Fall, der ursprünglich mit bis zu 40 Prozent Umsatzersatz entschädigt werden sollte. Für den heimischen Handel ist der harte Lockdown in den beiden umsatzstärksten Monaten des Jahres existenzgefährdend, daher hoffen wir nun auf zeitnahe Überweisungen der Gelder aus dem Umsatzersatz, damit vor allem die doppelten Gehälter bedient werden können. Pro Lockdown-Woche verliert die Branche fast eine Milliarde Euro“, so Handelsverband-Chef Rainer Will in einer ersten Stellungnahme.

Auch der Fixkostenzuschuss 2 kann ab heute Nachmittag beantragt werden, jedoch lediglich in einer Light-Version mit max. 800.000 Euro. Der vom Handelsverband geforderte Verlustausgleich kann alternierend dazu in Höhe von bis zu drei Mio. Euro voraussichtlich ab Dezember beantragt werden. Dies ist deshalb so wichtig, da die Corona-Krisenkosten für viele Unternehmen damit besser abgefangen werden können als mit dem Fixkostenzuschuss.

„Der Handelsverband begrüßt diese Anpassungen und die verbesserten Hilfen für die heimische Wirtschaft und den Handel. Positiv ist insbesondere, dass unsere Forderung nach einer linearen Entschädigung ab 30 Prozent Umsatzentfall umgesetzt wurde. Das macht den Fixkostenzuschuss 2 zu einem passgenaueren Instrument“, erklärt Will. Die leidige, stufenweise Entschädigung des Fixkostenzuschuss 1 (mit 25%, 50% oder 75% Entschädigung) ist damit Geschichte.

Ebenso wurde die Handelsverband-Forderung aufgegriffen, stark indirekt betroffene Betriebe mit einem ähnlichen Umsatzkompensationsmodell zusätzlich zu entschädigen. Hier hat der Handelsverband auf den besonders betroffenen Lebensmittelgroßhandel verwiesen, dem die Gastronomie als wichtigster Kunde weggebrochen ist. Details dazu lagen heute allerdings noch nicht vor.